Foto: pixabay.com / Text: Herbert Fritz

Produktsteckbrief:

  • Seit wann ist dieses Werkzeug verfügbar: 2018
    Welche Firma bietet dieses Werkzeug an: Signal Stiftung (Signal Technology Foundation)
    Bietet diese Firma weitere Werkzeuge an: NEIN
  • Auf welche Art kann man dieses Werkzeug nutzen: App
    • Android
    • iPhone & iPad
    • Windows
    • Mac
    • Linux
  • Welche Daten müssen für die Nutzung angegeben werden: 
    • Grundvoraussetzung ist eine Mobiltelefonnummer
    • Angabe von: Vorname/Profilname (Spitzname, einzelne Buchstaben, Emoji, usw…)
    • Foto und Nachname sind optional
  • Gibt es kostenpflichtige Versionen/Features/Lizenzen und auch welche für Bildungseinrichtungen: NEIN
  • Wie sieht es mit dem Datenschutz aus:
    • Signal hat keine Kenntnis vom gewählten Namen/Foto
    • Profilinformationen sind verschlüsselt
      • Ebenso: Gespräche/Unterhaltungen und Anrufe
    • Alle Konversationen sind Ende-zu-Ende verschlüsselt
    • Vollständige Quellcode von Signal (und Server) ist auf GitHub abrufbar
    • Verifizierung der eigenen Kontakte mithilfe einer Sicherheitsnummer möglich
    • Signal greift auf die Telefonnummern der Kontakte des Mobiltelefons zu um Signalnutzer zusammenzuführen. Signal macht einen Abgleich mit den kryptographisch gehashten Telefonnummern. Weitere Nutzerdaten werden nicht übertragen
    • Kontakte/Personen bekommen/sehen nur Telefonnummer, die im Mobiltelefon gespeichert sind und zudem die Möglichkeit besteht an diese Telefonnummer eine SMS zu senden
    • Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung: Signal Terms & Privacy Policy
      • Minimum Alter 13 Jahre
      • Es werden keine personenbezogenen Daten verkauft, vermietet oder für Geschäftszwecke genutzt
      • Technische Informationen werden gespeichert
      • DSGVO
  • Welche Funktionen bietet dieses Werkzeug (grober Überblick):
    • Telefonieren, Videotelefonie
    • Versenden von Text- und Sprachnachrichten, Fotos, Videos, GIFs und sonstige Dateien
    • Versenden von verschlüsselten Stickern
    • Gruppenunterhaltungen
  • Als wie komplex würden Sie die Bedienung dieses Werkzeugs einschätzen: 
    • Bedienung ist sehr einfach. Einzelne Funktionen müssen jedoch erst erkundet werden, da sie anders funktionieren als bei ähnlichen Messenger 
  • Was finden Sie an diesem Werkzeug bemerkenswert:
    • Zugang zum Quellcode/Quelltext
    • Verifizierung von Kontakten
    • Im Hintergrund steht eine Non-Profit Organisation
  • Würden Sie das von Ihnen untersuchte Werkzeug überhaupt als “Kommunikationswerkzeug” einordnen?
    • JA, voll und ganz.

  • Haben Sie bereits Erfahrung mit diesem Werkzeug im Bildungskontext und/oder sind Sie bei Ihrer Recherche auf Anwendungen im Bildungsbereich gestoßen? Können Sie sich vorstellen, dieses Werkzeug im Rahmen von Lernprozessen einzusetzen, und wie bzw. warum nicht?
    • Ich habe mit diesem Werkzeug Erfahrung im beruflichen Kontext. Im Bildungskontext ist Signal sicherlich eine alternative zu WhatsApp, da WhatsApp in Zusammenhang mit Facebook steht.
    • Mithilfe von Signal kann eine „sicherere“ Kommunikation unter den Lehrenden und Lernenden stattfinden, was jedoch nicht bedeutet, dass ich Signal im Rahmen von Lernprozessen einsetzen würde.
    • Die Nutzung setzt immer eine Freiwilligkeit voraus. Zudem muss eine Vereinbarung zwischen den Beteiligten geschlossen werden (Schule – Eltern – Jugendliche).
    • Für die offiziellen Nutzung in Bildungseinrichtungen ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung zwischen Bildungseinrichtung und Signal notwendig. Diesen Vertrag gibt es vorerst noch nicht.
    • Somit kann Signal zur informellen Kommunikation (im privaten Bereich) in Bildungseinrichtungen genutzt werden. Wie zum Beispiel im Austausch unter Studierenden. Von einem Austausch unter Lehrenden (bzw. Lehrende – Eltern – Schüler) im beruflichen Kontext ist abzuraten.
      (vgl. Datenschutz-Schule.infoOLIUG)

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Messenger Signal auf jeden Fall WhatsApp vorzuziehen ist. In Beruf und Bildung ist jedoch Vorsicht geboten und es sollte auf andere Kommunikationsformen zurückgegriffen werden. 

(Text: Herbert Fritz)

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